Fama I As quid supersum                Installation, 2008

Work in Progress

Reliquien werden nicht in sich geehrt, sondern wegen der Personen, zu denen sie in Beziehung stehen ("cultus relativus personae"). Sie sind insbesondere Objekte von besonderer biographischer Bedeutung oder Teil persönlichen Besitzes.

Die Arbeit As quid supersum I-IV zeigt in chronologischer Reihenfolge die materiellen "Überbleibsel" aus den Liebes-
beziehungen der Künstlerin. An die Exponate sind bleibende Erinnerungen geknüpft. Das Ordnen der Dinge, das Aufräumen, das Platz zuweisen trägt zur Verarbeitung der gemeinsamen Zeit bei, bringt Klarheit und Struktur. Es belebt die vergangene Zeit und schafft Raum für Erneuerung. Die Objekte lassen Rückschlüsse auf die einstigen Liebhaber zu.

Ein Stück ihres Lebens komprimiert die Künstlerin in der Arbeit "As quid supersum I - IV". "Was übrig bleibt" sind vier Reliquien-
kästen aus durchsichtigem Kunststoff, die Memorabilien von vier Liebesbeziehungen der Künstlerin enthalten: Briefe, gepresste Blumen, Zeichnungen, getrocknete Rosen, Federn und vieles mehr fügt sich zu Collagen aus Schrift, Bild und Objekt.

 

as_quid_supersum_I-IV

Deren Poesie erwächst aus der verhaltenen, fast verblichenen Farbigkeit, der komponierten Anordnung und der Fragmentierung der einzelnen Elemente.

Hinweise und Andeutungen lassen ein Stück des Lebens-
weges nochmals aufschei-
nen, der dann, als Teil der Vergangenheit, zwar liebevoll aber doch nachdrücklich abgelegt wird.

Wie Reliquien behalten diese Kassetten aber den Abglanz einer Aura, die einst Heilung und Liebe versprach.

Vorwort aus dem Katalog FAMA von Liane Thau M.A.

Ausstellung Fama I As quid supersum, 2009 Ausstellung objektiv I 101 These, 2007 Hommage an Rösel von Rosenhof I Happy Birthday Rösel, 2007 Anamnese, 2000 Skulptur I Baum, 2000
Ausstellung Fama I As quid supersum, 2009