Fama I As quid supersum Installation, 2008
Work in Progress
Reliquien werden nicht in sich geehrt, sondern wegen der Personen, zu denen sie in Beziehung stehen ("cultus relativus personae"). Sie sind insbesondere Objekte von besonderer biographischer Bedeutung oder Teil persönlichen Besitzes.
Die Arbeit As quid supersum I-IV zeigt in chronologischer Reihenfolge die materiellen "Überbleibsel" aus den Liebes-
beziehungen der Künstlerin. An die Exponate sind bleibende Erinnerungen geknüpft. Das Ordnen der Dinge, das Aufräumen, das Platz zuweisen trägt zur Verarbeitung der gemeinsamen Zeit bei, bringt Klarheit und Struktur. Es belebt die vergangene Zeit und schafft Raum für Erneuerung. Die Objekte lassen Rückschlüsse auf die einstigen Liebhaber zu.
Ein Stück ihres Lebens komprimiert die Künstlerin in der Arbeit "As quid supersum I - IV". "Was übrig bleibt" sind vier Reliquien-
kästen aus durchsichtigem Kunststoff, die Memorabilien von vier Liebesbeziehungen der Künstlerin enthalten: Briefe, gepresste Blumen, Zeichnungen, getrocknete Rosen, Federn und vieles mehr fügt sich zu Collagen aus Schrift, Bild und Objekt.